Metropole? machen!

Wie macht man eigentlich Metropole? Stadt- und Raumplaner, Kultur- und Sozialwissenschaftler, Politiker und Unternehmer versuchen das Tag für Tag zu ergründen. Oft geht es darum, Touristen als Konsumenten anzulocken, Bürger zum Bleiben und Unternehmer zum Investieren zu bewegen. Man setzt Monumente und Konsumtempel auf freie Flächen, zur Not holzt man – wie in Istanbul – auch noch die letzten Parkbäume ab, um diese durch Türme aus Beton, Glas und Stahl zu ersetzen. Viele Verantwortliche in Städten, z.B. in Vancouver und New York City, haben verstanden, dass es mehr braucht, dass man weiter denken, dass man nachhaltig handeln sollte, dass man Aufenthaltsqualität benötigt, damit es auf lange Sicht allen Beteiligten einer Stadt gut geht. Wenn man auf die essbare Stadt Andernach guckt, begreift man, dass man gar keine Metropole sein muss, um seine Stadt nachhaltiger zu gestalten.

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Peter Reichenbach erläutert bei der Eröffnung des Hofes Emschermündung am 02.09.2013 den neu angelegten Färbergarten (© sevengardens).

Und so geht es schließlich auch bei „Metropole machen“ weniger darum, das Ruhrgebiet als Metropole zu verkaufen, als viel mehr darum, dessen engagierte Bürger und Ideen miteinander zu vernetzen, um das Ruhrgebiet nachhaltig lebenswerter zu machen. Und wie macht man nun Metropole? Nun, wenn „Metropole“ nicht im Fokus liegt, muss man wohl umso mehr Gewicht auf das „Machen“ legen. Auf der Startseite von „Metropole machen“ und auf der Facebook-Seite findet Ihr interessante Beiträge, was konkret gemacht wird – z.B. im Emschermündungshof in Dinslaken oder im Internationalen Mädchengarten in Gelsenkirchen. Wen Ihr Euch – ob als Einzelperson oder als Institution – dem Netzwerk anschließen wollt, sei Euch noch das Konzept empfohlen. In der Zwischenzeit hat man auch einen Antrag gestellt, „Regionales Kompetenzzentrum für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (RCE)“ zu werden, der wohl in Kürze bewilligt werden wird. Sobald dies der Fall ist, werden wir hier natürlich wieder berichten.

Meines Erachtens – und so habe ich auch die Metropole Macher verstanden – „macht“ man Metropole oder auch Morgenstadt vor allem jetzt und vor Ort, in der Stadt, im Garten, auf dem Fahrrad und wohl  auch in der Küche

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