Bürgerbeteiligung bei der Gebäudesanierung

Im Rahmen des BMBF-Projektes: „Klimainitiative Essen. Handeln in einer neuen Klimakultur“ ist ein zentraler Schwerpunkt die Sanierung von Gebäuden, um damit den CO2-Ausstoß der Stadt Essen zu senken. Dabei folgt das Projekt der Grundannahme, dass das Handeln der Menschen Einfluss auf die Natur hat und im Zuge von ökologischen Krisen, wie dem Klimawandel „neue“ Handlungsstrategien („neue Klimakultur“) von Nöten sind. Denn nicht nur Gesetze oder neue Technologien können alleine etwas gegen den Klimawandel ausrichten, sondern auch das aktive Einbeziehen und Engagieren des jeweils Einzelnen ist wichtig.

Bei einer energieeffizienten Gebäudesanierung werden z.B. Fassaden gedämmt und Fenster ausgetauscht, um damit Energiekosten und auch CO2 zu senken. Doch ist das auch für Menschen in Essen interessant und wo informieren sich Menschen in Essen über eine mögliche energieeffiziente Modernisierung?

Die Bevölkerungsumfrage „Potenziale für energieeffizientes Modernisieren in Essen“ des Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) hat sich unter anderem mit diesen Fragen beschäftigt. Dazu wurden wurden 1004 Essener Haus-und Wohnungseigentümer und Mieter befragt. Dabei stand im Fokus der Befragung, ob energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen vorgenommen worden sind oder nicht und was die Gründe hierfür sind. Ebenfalls von Interesse war die Art und Weise, wie sich die Befragten über Sanierungsmöglichkeiten informiert haben (Internet, persönliche Beratung usw.).In der Auswertung wurden die Befragten einem bestimmten Lebensstil (Milieu) zugeordnet. Dabei handelt es sich um Gruppen, die sich in ihren Werten und ihrer Lebensweise ähneln sei es im Freizeit-, Konsum-, oder Nachhaltigkeitsverhalten. Aus der Zuordnung zu einem bestimmten Lebensstil sowie den Ergebnissen der Umfrage wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie zukünftig bestimmte Milieus gezielter angesprochen und beraten werden können. Einige zentrale Empfehlungen der Studie sind, dass es grundsätzlich von Vorteil wäre, wenn die Beratungsangebote insgesamt auch steuerliche Vorteile und Fördermöglichkeiten einer energieeffizienten Sanierung stärker hervorheben würden. Sehr interessant ist auch, dass entgegen der Annahme das die Menschen (hier: vor allem die Mieter) bereits ausreichend über Möglichkeiten des Energiesparens informiert sind, noch viel Potential besteht (43% der Befragten fühlen sich nicht ausreichend informiert).

Foto: © Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Marek Eggemann

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s